Die beste Wahl
Um Ihnen zu helfen haben wir für Sie eine Auswahl aus dem großen Angebot von winterhartem Bambus gemacht. Diese sind unserer Meinung nach die wichtigsten Sorten und Varianten für unserer Klima. Es sind alle Bambusse mit einer längeren Test zeit und diese sind hinreichend auf ihre Eigenschaften getestet worden. Sie bieten Ihnen die größtmögliche Variation in Bezug auf Form, Farbe und Verwendung im Garten. Diese Sorten sind meistens in ausreichender Menge bei uns in der Züchterei vorrätig. In unserem Schaugarten können Sie die ausgewachsenen Pflanzen dieser hier vorgestellten Auswahl bewundern.
Wir versuchen unseren Kunden immer deutlich zu machen, wie wichtig Winterhärte ist aber man wählt immer was man schön findet und manchmal sind das die weniger winterhärte Arten.  Wir sind nicht verantwortlich für die Ausnahmen des Klimas und ist es die Kunde, der das Risiko auf jedem Winter Schaden nimmt.
Von Fargesia demissa ‘Gerry‘, vielleicht der meist winterhärte Bambus, und die neue Selektionen von Fargesia nitida sind meistens nur kleine Stückzahlen verfugbar.

Die drei beste nicht wuchernden Arten.

Preisliste "Beste Wahl"

Fargesia sp. Jiuzhaigou 1 (Synonym Fargesia sp. Jiu ) ist ein farbenreicher, zierlicher Bambus mit kleinen Blättern. Die aufrechten Halme verfärben sich in der Vorjahressonne ins Rot. Diese neue Generation Fargesia verträgt Sonne, ist sehr winterhart und wird zwischen 2-3 Meter hoch. Geeignet für mannshohe und kompakte Hecken. Im Winter und zu Jahresanfang können sich die Blätter bei Frost, Sonne und trockenem Wind zeitweise aufrollen.
Fargesia sp. Jiuzhaigou ‘Willumeit 9’ kann zwischen 3,5 und 5 Meter hoch werden.
Fargesia sp. Jiuzhaigou ‘Willumeit 4’ verfärbt sich fast schwarz. 2,5 bis 3,5 Meter hoch. Durchhängend. 

Fargesia robusta ‘Campbell’ ist ohne Zweifel die schönste und brauchbarste Variante. In Bezug auf Winterhärte, aufrechtem Wuchs und Kompaktheit übertrifft ‘Campbell’ beim weitem alle anderen Formen von Fargesia robusta. Dieser Bambus hat kleine glänzende Blätter. Die weißen Halmscheiden an den jungen Sprossen bilden ein tollen Kontrast mit den glänzenden, tiefgrünen und aufrechten Halmen. Im Sommer fallen diese Halmscheiden/Schutzblätter ab. Es ist einer der besten nicht wuchernden Bambusse für Hecken zwischen 3-4 Meter Höhe. Aber er ist auch als Solitär sehr überzeugend. ‘Campbell’ ist sonnenbeständig, in die mildere Gegenden von Deutschland gut winterhart und weil sich die Blätter im Winter nicht aufrollen auch prächtig Wintergrün.

Fargesia 'Rufa' ist ein üppig wachsender Bambus mit hellgrünen glänzenden Blättern an zierlichen, etwas durchhängenden Halmen. Diese Sorte wurde 1995 durch die Züchterei aus China importiert. Die Höhe liegt zwischen 2-3 Meter. Fargesia ‘Rufa’ (Syn. Fargesia dracocephala ‘Rufa’) gehört zu einer der meist winterhärtesten Sorten.  Wächst schnell und breitet sich aus, aber wuchert nicht. Gut zu verwenden an sonnigen oder schattigen Standorten und als breite Wintergrüne Hecke, als Solitär oder in Gruppen. Es ist die beste Sorte für einen Versuch als Kübelpflanze aber der große Topf sollte nicht in der Sonne stehen.  Beschützt überwintern und wenn möglich im Winter eingraben. Das Blatt rollt sich nicht auf, wodurch dieser Bambus im Winter schön grün bleibt.

Andere nicht wuchernden Arten.

Fargesia demissa ‘Gerry’ Im Februar 2004 bekam ich von das ‘Forest Department’ aus der chinesischen Provinz Gansu Lanzhou Pflanzenmaterial von Fargesia demissa ausgeliefert. Diese sehr winterharte Bambus wächst auf der nördlichsten Ort von Fargesia-arten in China. Eine markante Klon, Fargesia demissa ‘Gerry’ unterscheidet sich durch eine offene Wuchsform und dickere, aufrecht wachsende Halmen der sich von dunkelviolett bis schwarz violett verfärben können. Wir denken dass auch Fargesia demissa eine neue Generation Bambus sein muss. Für mich ist diese Bambus die bemerkenswerteste Art in Jahren. Verträgt Kalkboden. Nur in 5-Liter-Töpfen verfugbar.

Fargesia nitida murieliae x 'Viking' Das Wachstum ist ziemlich aufrecht. Fargesia nitida murieliae x 'WinterJoy’ wächst auch gut in voller Sonne. Die Halmen Fargesia nitida 'Black Pearl' färben sich im Laufe des Jahres von dunkellila bis fast schwarz. Auch Fargesia nitida ‘Pillar’ (Bild links) ist aus dieser Auswahl. Im Sommer sind die Halmen grün und im Winter färben sie nach dunkelbraun . Die endgültige Wuchshöhe von diesen vier Sorten ist wahrscheinlich zwischen 2,5 und 4 Meter +.
Fargesia nitida 'Shadow Light' ist ein echter Schatten Bambus und Fargesia nitida 'Volcano' (Bild rechts) ist vielsprechend, wächst gedrungen und bleibt der kleinste. Beschränkt verfugbar.

Fargesia murieliae ‘Bimbo’ (Bild links) ist eine kompakte Zwergform mit feines Blatt. Dieser erste niedrige und nicht wuchernde Bambus ist einige Jahre zurück in Dänemark aus Sämlingen von Fargesia murieliae selektiert. Die Wuchshöhe liegt zwischen 1 und 1.6 Meter. Durch sein Format ist ‘Bimbo’ einfach einzusetzen an beschatteten bis halb sonnigen Standorte. ‘Bimbo’ benötigt etwas Zeit um anzuwachsen und gedeiht darum am Besten in einem lockeren sandige humusreichen Boden (kein Lehmboden !). Bei Sonne, trockenem Wind und strengem Frost rollt sich das Blatt sich auf und überlebt so selbst den strengste Winter. Fargesia murieliae ‘Lava’ (Bild rechts) bleibt zwischen 1 und 2 Meter hoch. Ist besser Sonnenbeständig und hat größere Blätter.

Die beste höhere Arten.

Phyllostachys aureosulcata (Bild links) ist in vielen Punkten ein Spitzenbambus. Diese Sorte hat grüne stabile und aufrechte Halme mit einem gelben Streifen. Was die Winterhärte betrifft sind Phyllostachys aureosulcata und die Variationen ‘Aureocaulis’ und ‘Spectabilis’ eine viel bessere Wahl als der wenig winterharte, aber viel zu viel verwendete Phyllostachys aurea (dieser wird von uns nur sehr Beschränkt für geschützte Standorte empfohlen). Für größere Hecken zwischen 5-7 Meter oder als Solitär ist Phyllostachys aureosulcata eine ausgezeichnete Wahl. Man sollte eine minimale Pflanzbreite von einem Meter beachten und eine Wurzelsperre verwenden. Ein jährliche Kontrolle und ein Pflegeschnitt wird sehr empfohlen. (Bild rechts) von links nach rechts: 'Spectabilis', Ph. aureosulcata (de soort), 'Argus', 'Harbin', 'Aureocaulis', 'Alata' und 'Harbin-inversa'.

Phyllostachys aureosulcata 'Aureocaulis' (Bild links) Die ockergelben Halme bekommen in der Frühjahrssonne oft einen rötlichen Flaum und bilden einen glänzenden Kontrast mit dem tiefgrünen Laub. Ein Teil der Blätter sind mit Cremefarben gestreift. 'Aureocaulis' und 'Spectabilis' werden zwischen 5-8 m hoch. Wegen diesen zwei Formen entstehen viele Diskussionen. Welche ist die Schönste? Mit oder ohne Streifen?
Phyllostachys aureosulcata 'Spectabilis' (Bild rechts) hat dieselben Eigenschaften wie Phyllostachys aureosulcata aber die Halme haben einen grünen Streifen auf der platten Halmseite der gelbgefärbten Halme. Einige Halme machen am Beginn ihres Wachstums im unteren Bereich einen zierlichen Bogen.

Phyllostachys bissetii (Bilder) hat tiefgrüne Halmen, der sich in die Sonne nach gelbgrün verfärben können und glanzende tiefgrünen Blättern.  Dieser wichtige Bambus hat den Ruf der am meistens winterharte Phyllostachys zu sein. Die Halme stehen dicht zusammen und können zwischen 6 bis 7 Meter hoch werden. Eine gute Wahl für offene kältere Gegenden und für Standorte an welchen eine dichte Bepflanzung gewünscht ist. Deshalb ist diese Sorte als höhere Hecke geeignet. Auch hier sollte man eine minimale Pflanzbreite von 1 Meter berücksichtigen und eine Wurzelsperre einsetzen. Eine jährliche Kontrolle, sowie ein Pflegeschnittbraucht auch Phyll. bissetii. Vergleichbar, aber kleiner ist der Phyllostachys humilis. Diese Sorte wird meistens nicht höher als 5 Meter.

Phyllostachys nigra ist durch die schwarze Halmfarbe einer der am meist verlangten Bambusse. Die jungen grünen Halme verfärben sich in der Sonne erst später ins Schwarze. Phyllostachys nigra wird bis 5 Meter hoch und ist nicht sehr winterhart. Es gibt Frostschäden bei Temperaturen von –18° C. Sehr schön als Solitär an einem warmen, geschützten Standort. Durch die begrenzte Winterhärte und die durchhängenden Halme ist der schwarze Bambus als Hecke weniger geeignet, kann aber durch einen entsprechenden Schnitt ein richtiger Blickfang sein. Dieser Bambus wird zu Unrecht als ‚nicht wuchernd‘ angeboten. Wir empfehlen eine Wurzelsperre und einen geschützten, sonnigen Standort

Die Kombination von Riesenwachstum und noch bessere Winterhärte finden wir zurück bei Phyllostachys atrovaginata (Bild links) und Phyllostachys parvifolia. (Bild rechts) Um wirklich auswachsen zu können haben diese bislang noch seltene Sorten einen warmen und nährstoffreichen Standort nötig. Wir haben dieses Jahr nur kleinere Pflanzen verfugbar.

Phyllostachys vivax 'Aureocaulis' (Bild links)  ist bekannt durch seine erstaunlichen Wachstum. Die dicken ockergelben Halme haben oft grüne Streifen und können einen Durchschnitt bis zu 8 cm und eine Höhe von 10 Meter und mehr erreichen (15 Meter in Maasbracht !). Riesenwachstum wird allein auf humusreichen, warmen und großen Standorten erreicht. Manchmal mutiert ein Halm zur Form  'Huanwenzhu'. Phyllostachys vivax und die Varianten sind recht gut winterhart aber haben Probleme mit den strengsten Wintern. Die Halmen können bei schwerem Schneefall und heftigen Wind bruchempfindlich sein . Phyllostachys vivax 'Huanwenzhu' ist eine stabile Variante mit grünen Halmen und einer gelben Halmkante. Von diese zwei Sorten sind meistens auch größere Pflanzen verfugbar.
(Bild rechts) von links nach rechts: der grünen Form Ph. vivax McClure, 'Huanwenzhu', 'Aureocaulis' und 'Huanwenzhu-inversa'.

Andere Arten.

Pseudosasa japonica (Bild links) ist die bekannteste Sorte mit starrem aufrechten Halmen und zierlichen spitzzulaufenden große Blättern. Die Höhe liegt zwischen 3 und 5 Meter . Dieser Bambus kann in strengen Wintern zurückfrieren aber erholt sich aus seinen Wurzeln wieder schnell. In die mildere Gegenden von Deutschland kann er auf geschütztem Standorte in der Sonnen und im Schatten ein guter Bambus für eine dichte Hecken sein. Eine Wurzelsperre und eine minimale Pflanzbreite von einem Meter ist erforderlich. Die kleinere Form Pseudosasa japonica 'Tsutsumiana' bleibt mit einer Höhe zwischen 2-3 Meter etwas kleiner. Die Halme besitzen unten Verdickungen (bauchige Internodien).Semiarundinaria fastuosa ist ein höherer Bambus mit ziemlich dicken, starren aufrechten Halmen, kurzen Seitenästen und ziemlich großen Blättern. Die dekorativen Schutzblätter an den jungen Halmen bleiben lange. Die Wuchsform ist säulenförmig. Dieser Bambus wuchert wenig, kann manchmal doch einen großen Ausläufer bilden. Einer Wurzelsperre (am bestens 70 cm) ist zu empfehlen. Die Halme können sich in der Sonne nach Purpur verfärben. Diese Sorte kann zwischen 5 - 8 Meter hoch werden und ist in die mildere Gegenden von Deutschland recht gut winterhart. Semiarundinaria viridis (Bild rechts) hat tiefgrüne Halme und kleinere Blätter. Diese Untersorte bleibt niedriger (4 - 6 Meter) und ist etwas besser winterhart. Geeignet für sonnige und halbschattige Standorte. Selbst Schatten wird einigermaßen vertragen. 

IIndocalamus tesselatus (Bild links) hat die größten Blätter. An windgeschützten und halbschattigen, schattigen Plätzen bleibt das Blatt im Winter am schönsten. Höhe: 100 - 150 cm.
Sasaella masamuneana 'Albo-striata' (Bild rechts) hat ein etwas kleineres Blatt mit creme und weißen Streifen.  Das Blatt durchsteht die meisten Winter ziemlich gut. Höhe bis 150 cm. Rückschnitt im Frühjahr ist erlaubt. 

Sasa kurilensis (Bild links) Diese stark wuchernde Sorte (Wurzelsperre 70 cm) hat ein auffallend breites Blatt, wird bis zu einem Meter hoch und ist hervorragend als Kontrastpflanze zu verwenden.  Sonnenbeständig und sehr winterhart.
Pleioblastus pygmaeus: (Bild rechts) niedriger, wintergrüner, bodenbedeckender Bambus für die Begrünung größerer Flächen. In Japan wird dieser Bambus auch als Rasen-Ersatz verwendet und zweimal im Jahr gemäht.